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Auferstanden aus Ruinen
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Im Sommer, da schläft die Kultur in Konstanz. So dachte man bislang immer. Doch seit drei Jahren ist das anders. Denn seitdem kommt die freie Künstlergruppe "Crucible", die im Kern aus ehemaligen Konstanzern besteht, wieder zurück an den See und inszeniert ein kunstspartenübergreifendes Schauspiel. Zuerst in der Spiegelhalle, dann in den Rieterwerken und nun hat sich Crucible ein ehemaliges Laborgebäude auf dem Great-Lakes-Gelände als Schauspielhaus ausgeguckt. Das Gebäude mit traumhaftem Blick auf den Seerhein stand zuletzt leer. Die zersplitterten Scheiben, die schmuddligen Teppichböden und die "Fuck"-Schriftzüge auf einigen Fenstern haben etwas Großstädtisches und man muss unweigerlich an Hausbesetzer denken. Die junge Künstlergruppe um Philipp Amann ist aber vollkommen legal hier. Seit einigen Tagen proben sie hier nicht nur, sondern leben auch gemeinsam.

Zu dem Selbstverständnis von Crucible gehört neben der Verbindung verschiedener Künste wie Tanz, Schauspiel, Musik, Video und Bühnengestaltung, auch die Vorstellung, dass Kunst im Prozess entsteht. Und jeder gleichrangig daran mitarbeitet. Es gibt keinen Regisseur, keinen Intendanten, keinen Entscheider. Das kann ziemlich schief gehen, aber wer die letzten beiden Arbeiten der Gruppe gesehen hat weiß: Das kann auch ziemlich gut gehen. Zurzeit proben vor allem die Musiker um Felix Otterbeck. Denn anders als in den vergangenen Jahren wird es nicht nur eine Inszenierung geben, sondern gleich ein gesamtes Crucible-Festival. Es wird rund fünf Wochen dauern und zum Auftakt gibt es morgen (20.

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