Alpsteinrunde

Beschreibung: Der Alpstein ist mit einem derart dichten und gut ausgeschilderten Wegenetz erschlossen, so dass die hier vorgestellte Route zwar die Höhepunkte des Alpsteins verbindet, jedoch jede Menge Varianten und Abkürzungen möglich sind. Auch die vielen Gasthäuser mit Übernachtungsmöglichkeiten sorgen für Variantionsmöglichkeiten, insbesondere bei der Etappenlänge. Die hier vorgestellte Variante hat als Ausgangsort Brülisau, doch kann die Route genauso gut in umgekehrter Richtung durchwandert werden, also von Wasserauen aus. Anfangs- und Endpunkt, Brülisau und Wasserauen, können per Bus und Bahn oder zu Fuß (etwas mehr als 1 Stunde) verbunden werden. Durch das beschauliche Appenzellerland geht die Anreise vorbei an sanften Hügeln. Auch in Brülisau scheint noch alles sehr beschaulich. Doch schon bei der Fahrt mit der Seilbahn auf den 1794 m hohen „Kasten“ ahnt man das alpine Ausmaß der Wanderung. Auf dem lehrreichen „Geologischen Wanderweg“ geht es entlang dem Staubernfirst meist auf einem Grat mit Blick ins Rheintal Richtung Saxerlücke, von wo aus man rasch das Berggasthaus Bollenwees erreicht. Bei Züricher Geschnetzeltem geht der Blick über den idyllischen Fählensee hin zu den Fählentürmen. Der zweite Tag hat es dann in sich. Von der Bollenwees-Hütte geht es hinauf zum Zwinglipass. Tritt- und schwindelsichere Bergwanderer können schon vor dem Zwinglipass rechts Richtung Altmann (2436 m), dem zweithöchsten Aplsteingipfel, abbiegen. Die Route über den Zwinglipass um den Altmann zum Rotsteinpass ist deutlich einfacher. Doch nach der Einkehr am Rotsteinpass ist es aus mit der Beschaulichkeit, denn der meist mit Drahtseilen gesicherte Lisengrat trennt die Spreu vom Weizen, die Säntis-Seilbahntouristen von den Bergwanderern. Überhaupt ist das Umfeld des komplett zubetonierten Säntisgipfel (2501 m) meist steil hat klettersteigartige Passagen. Der Gipfel selbst ist – dank der Seilbahn – stark touristisch geprägt, doch schon wenige Meter unterhalb des Gipfels, im alten Berggasthaus Säntis, lässt der Rummel etwas nach. Nach einer kleinen Kletterei vom Säntisgipfel hinab geht es über den „Blauen Schnee“ vorbei am Oehrli und über den Schäffler auf einem aussichtsreichen Grat zur Ebenalp. Die Schlussetappe geht hinab von der Ebenalp vorbei am Wildkirchli zum Seealpsee und von dort hinab nach Wasserauen.
Region: AppenzellAusgangspunkt: Brülisau
Endpunkt: Wasserauen
Anreise: Vom Bodensee aus kommend bei Konstanz über die Grenze und via Bischofszell, Gossau und Herisau vorbei an Appenzell (idyllischer Ortskern – lohender Abstecher) nach Brülisau. Parkplätze an der Talstation der Seilbahn zum „Hohen Kasten“.
Sehenswert: Der Ortskern von Appenzell, die Schaukäserei in Stein oder auf dem Hin- oder Rückweg der Ort St. Gallen mit seinem Klosterareal
Einkehrmöglichkeit: Gasthäuser mit Übernachtungsmöglichkeiten: Bollenwees, Rotsteinpass, Säntis, Schäffler, Ebenalp, Seealpsee. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges.
Ergänzung/Verbindung: Die hier vorgestellte Tour wurde in drei Tagen (1. Tag: Brülisau – Bollenwees, ca. 3 Std./ 2. Tag: Bollenwees über Säntis und Schäffler zur Ebenalp, ca. 9 Std./ 3. Tag: Ebenalp – Seealpsee – Wasserauen) durchwandert, wobei der zweite Tag die Kondition auf eine harte Probe stellt. Moderater wird es mit einer Übernachtung auf dem Säntis oder dem Schäffler, dann aber ist die dritte Etappe entsprechend länger. Vom Säntis aus könnte zudem über die Berggasthäuser Messmer oder Meglisalp hinab zum Seealpsee abgekürzt werden. Eine Übernachtung auf dem Säntis hätte zudem den Reiz, dass man gegen Abend durchaus ruhige Momente, vielleicht bei gutem Wetter (dafür ist der Säntis aber durch seine Lage am Alpennordrand nicht gerade bekannt, da braucht man schon etwas Glück) gar einen Sonnenuntergang bei einer guten Flasche Dôle auf dem Gipfel erleben kann.
Info: www.appenzell.ch
Karten/Literatur: Landeskarte der Schweiz, Blatt 1115 „Säntis“, doch insgesamt sind die Wege im Alpstein sehr gut ausgeschildert
| Dauer | Konditioneller Anspruch | Kostenfaktor | Familientauglichkeit |
| Dreitägige Bergwanderung über die Gipfel des Alpsteins, Gesamtdauer etwa 12 – 14 Stunden Wanderzeit | +++ (nur für erfahrene, schwindel- und trittsichere Bergwanderer) | ++ (wenn Ebenalp- und Hohe Kasten-Seilbahn benutzt wird) | + |
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