Detaillierte Burggeschichten zum Eintauchen im Archäologischen Landesmuseum Konstanz

„Mama schau doch mal, das Plakat mit den Burggeschichten!“ Bei unserem Spaziergang, durch das frühlingshafte, sonnige Konstanz während unseres Kurzurlaubes, fiel uns das bunte Plakat der Playmobil Ausstellung sofort auf. Wir beschlossen gemeinsam: Das schauen wir uns mal an! Von unserer Ferienwohnung spazierten wir an der wunderschönen Seestraße entlang zum Archäologischen Landesmuseum.  Schon aus einiger Entfernung sahen die Kinder begeistert die große Playmobil Figur über das Museumsgebäude hinausragen.

Die ersten Momente im Museum

Schon beim Betreten des Museums steigt die Spannung. Mit einem gläsernen Aufzug schweben wir in die oberste Etage zur Sonderausstellung. Die erste Attraktion für die Kinder ist das große Puzzle im Eingangsbereich. Sofort machen sie sich dran und bauen das Puzzle zusammen. Ich hingegen steuere die Station mit den Unterlagen für das Fehlerquiz an. Viele kleine Dinge sind in der gesamten Ausstellung versteckt, die es so zu der damaligen Zeit nicht gab. Sogleich begeben wir uns auf die Suche nach den Fehlern. Die Kinder machen sofort eine Wette: Wer von Ihnen findet mehr Fehler in der Ausstellung.

Eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte

Zu sehen sind hunderte Playmobil Figuren, die in den Burgen verteilt sind. Sie erzählen viele kleine Geschichten und zeigen Situationen, wie sie sich wohl zu der damaligen Zeit abgespielt haben. Die insgesamt ausgestellten vier Burgen verschiedener Epochen, angefangen mit der ersten Burg aus dem sechsten Jahrhundert vor Chr. bis zur letzten Burg vom Ende des 15. Jahrhunderts, schicken uns auf eine wunderbare Zeitreise. Die Kinder bemerken die starken Veränderungen der Burgen in der Art des Bauens und der verwendeten Materialien im Laufe der Jahrhunderte.

Bei der ersten Burg, der Heuneburg, frage ich meine Kinder „Was ist denn hier fehl am Platz?“. Ich erkläre den Kindern, dass diese Burg um 600 v. Christus bewohnt war. Den Kindern fällt sofort die blaue Recycling-Tonne neben der Heuneburg auf. Schon entdecken sie den ersten Fehler und haben das erste kleine Erfolgserlebnis. So konzentrieren sich die Kinder auf die Details und gehen spielerisch auf Fehlersuche. Sehr schön ist für unseren Kleinsten, dass an jeder Station kleine Holztreppen stehen, um auch ihm ein genaues Hinsehen möglich zu machen. Wir erklären ihm, dass er die kleinen Playmobil Figuren nicht anfassen soll.

Der Weg zur Ritterburg wie man sie kennt

Die Burgen sehen zunächst noch nicht aus, wie das was einem in den Sinn kommt, wenn man das Wort Ritterburg im Kopf hat. Der ausgestellte „Burgus“, die zweit älteste Burg, ist wie wir lernen, vielmehr zur Verteidigung und als Warenlager errichtet worden. Ich lese mir zu jeder Burg den ausgestellten Infotext durch und erzähle es den Kindern, die immer noch in die Fehlersuche versunken sind. Auch in der nächsten Burg, einer sogenannten „Motte“, können wir viele weitere Fehler finden.

 

Die klassische Ritterburg mit ihren verwinkelten Eckchen und Türmen, wie man es sich vorstellt, fehlt zur Freude der Kinder in der Ausstellung nicht. Dank der Aussichtsplattform kann man in die Spornburg hineinsehen und sich ein Bild des täglichen Lebens der adligen Familien und anderer Bewohner machen. Interessant sind für die Kinder die Szenen der Belagerungen der „Feinde“ mit ihren Ausrüstungen und schweren Geschützen, wodurch schon erste Dächer zerschossen sind. Am Ausgang der Sonderausstellung will unser Jüngster unbedingt den Fehlerquiz Zettel in die durchsichtige Box werfen, in der Hoffnung einen Gewinn erspielt zu haben.

Zeit zum Spielen

Ein weiteres Highlight für unsere Kinder ist das Spielzimmer im 2. Obergeschoss, wo sie nach der Sonderausstellung der Burggeschichten mit den dort zur Verfügung stehenden Playmobil Figuren spielen können. Nach einigen Stunden des spielerischen Entdeckens und der abenteuerlichen Burggeschichten gönnen wir uns eine Erfrischung im schönen Garten des Museumscafés. Bevor sich unser Ausflug dem Ende neigt, schauen wir uns die Ausstellung der Römischen Villa an. Dabei erleben wir, wie die Römer in Süddeutschland gelebt haben, wie liegend das Mittagsmahl verzehrt, oder wie Getreide gemahlen wurde. Besonders gefreut hat es die Kinder, dass sie selbst viele Dinge in den Räumen der römischen Villa ausprobieren können und sich wie die alten Römer fühlen.

Eine wunderbare Besichtigung neigt sich dem Ende

Wir, sowie unsere Kinder, haben uns am Suchspiel und der aufwendigen, detailgetreuen Sonderausstellung sehr erfreut und einen abenteuerlichen, spannenden Museumsbesuch erlebt. Wir verlassen das sehenswerte Museum mit vielen fesselnden Eindrücken. Bei unserem nächsten Konstanz Besuch kommen wir gerne wieder und sind gespannt auf die kommenden Playmobil Ausstellungen.

Mein Name ist Silvia, ich bin 45 Jahre alt und immer auf der Suche nach abenteuerlichen und gleichzeitig kinderfreundlichen Aktivitäten für unseren Familienurlaub. Mir ist besonders wichtig, dass sich meine Kinder austoben, dabei bestenfalls noch etwas lernen können und sich später an einen schönen Urlaub erinnern.

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