Endlich Frühling in der Stadt! – das erste Eis des Jahres wird in Konstanz genossen

Der Winter ist endlich vorbei! Die Luft riecht herrlich nach aufgetauter Erde. Die Vögel zwitschern fröhlich in den Bäumen. Und die ersten Segler wagen sich wieder raus auf den Bodensee. Für mich sind sie als Frühlingsboten mindestens genauso wichtig wie die Märzenbecher oder der Gesang von Amsel, Drossel, Fink und Star.

Wenn die Segler in Konstanz, Meersburg, Friedrichshafen, Bregenz oder Romanshorn wieder ihre Boote zu Wasser lassen, kann es nicht mehr lange dauern, bis die Temperaturen dauerhaft steigen. Jetzt ist es an der Zeit, die Winterjacke im hintersten Winkel unseres Kleiderschrankes zu verstauen. Deswegen freue ich mich jedes Jahr aufs Neue über die ersten weißen Segel auf dem glasklaren Wasser.

Wollen wir rausgehen? Aber ja!

Für mich als Mutter von drei Kindern bringt der Frühling neben Sonne im Gesicht und warmem Wind auf der Haut auch noch einen anderen Vorteil mit sich: Ich muss endlich nicht mehr lange Debatten darüber fechten, ob wir einen Ausflug machen oder nicht – so, wie das bei Minusgraden immer der Fall ist. Scheint die Sonne und zwitschern die Vögel, zieht es uns von ganz allein an die wunderbaren Ziele in der Region. Herrlich! Ich persönlich finde ja den Frühling in den Städten am Bodenseeufer mindestens genauso schön wie draußen im Hinterland.

Trennzeichen (Berge mit Wasser)

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Trennzeichen (Berge mit Wasser)

Das erste Eis mit unverstelltem Blick

Mein Tipp: Jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich mit alle Mann und dem ersten Eis des Jahres auf eine Bank am Ufer zu setzen, den Wellen beim Schwappen zuzuhören und den Blick über das Wasser schweifen zu lassen. Das geht im Frühling besonders gut. Erstens sind jetzt noch nicht so viele Menschen unterwegs, dass sie einem den Blick versperren. Zweitens ist die Sicht noch so klar, dass man den Säntis und den Rest der Alpen gestochen scharf sehen kann. Wenn die warmen Temperaturen im Sommer das Seewasser verdunsten lassen, ist dieser unverstellte Blick nicht mehr selbstverständlich.

Sonne im Gesicht und im Herzen

Ziele für das erste Eis gibt es viele: In Konstanz eignen sich für tolle „Sping in the City“-Momente vor allem die Bänke im Stadtgarten. In Überlingen lässt es sich der Frühling an der Seepromenade hervorragend genießen. In Meersburg würde ich mir anstelle von Eis ein Stück Kuchen im Café Kohler holen und versuchen, es so lange gegen die Übergriffe meiner Kinder zu verteidigen, bis wir einen Platz an der Sonne gefunden haben. In Friedrichshafen muss es das Eis vom Eiscafé Italia sein, das hat schon meinem Vater vor 60 Jahren geschmeckt, als er hier aufgewachsen ist. Da bin ich traditionell veranlagt.

Der Frühling in der Stadt fühlt sich rund um den Bodensee anders an. Es macht einen großen Unterschied, ob ich von der Konstanzer Imperia auf den Säntis gucke oder vom Lindauer Löwen aus. Und genau deshalb lohnt es sich, jetzt auf Tour zu gehen – erst recht, wenn wir bald auch wieder nach Österreich oder in die Schweiz dürfen, um dort unseren „Spring in the City“ zu feiern.   

Heike Thissen lebt mit ihrer Familie in Konstanz. Schon als Kind wünschte sie sich, später einmal in der Vierländerregion zu wohnen – und das, obwohl sie im schönen Oberbayern aufwuchs. Ihren Traum von damals hat sie wahr gemacht und schreibt seither als Journalistin und Autorin am liebsten über die Bodenseeregion und das, was sie so besonders macht.

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