KulturSee: Im Stadttheater Konstanz heißt es "Einmal Welt, bitte!"

Was passiert auf dieser Welt? Wie gehen wir mit „unserer“ Welt um? Und wie wollen wir miteinander leben? Mit der Frage nach Werten, Zukunft und Utopien wird das Theater Konstanz zum Sprachrohr der Gesellschaft und ihrer Stadt.

Unter dem Spielzeitmotto „Einmal Welt, bitte!“ startet das Stadttheater in die neue Spielzeit. Dabei verbindet das Team um die neue Intendantin Karin Becker die Liebe zum Geschichtenerzählen mit dem Glauben an den Diskurs. In unseren Zeiten stellen viele Situationen das friedliche Miteinander infrage, betreiben offensiv die Spaltung der Gesellschaft, zerstören die Umwelt, errichten Mauern und lassen nur die Lautesten zu Wort kommen. Da ist es wichtiger denn je, für Demokratie und Vielfalt einzutreten. Sich mutig gegen die oben beschriebenen Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten zu stellen – davon handelt die erste Premiere der Spielzeit: „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem Roman von Hans Fallada. Bei der Uraufführung des immersiven Theaterprojekts „Generation Extinction“ von Philipp Ehmann wird das Publikum auf einem Parcours durch die Stadt geführt. In der dritten Premiere nimmt Kristo Šagor im Auftragswerk „Nibelungenleader“ den altbekannten Stoff zum Anlass, sich mit Geschlechterrollen und heutigen Drachen auseinanderzusetzen.

Von Tolstoj bis David Paquet

In der neuen Spielzeit prägen neben Stückentwicklungen wie „REVOLution“ von Franziska Autzen und Leandro Kees´ „Farm der Tiere“ im Jungen Theater auch Gegenwartsdramatik und moderne Klassiker den Abendspielplan. Darunter sind Oscar Wildes Komödie „Der ideale Mann“ und Elfriede Jelineks „Das Licht im Kasten“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ von Edward Albee und „Tot sind wir nicht“ von Svenja Viola Bungarten, Tolstojs „Anna Karenina“ und die deutschsprachige Erstaufführung von „Feuersturm“ des kanadischen Dramatikers David Paquet.

Trennzeichen (Berge mit Wasser)

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Trennzeichen (Berge mit Wasser)

Neues trifft Bekanntes

Es wird viel Neues geben in dieser Spielzeit, manches wird aber auch erhalten bleiben – so das Freilichttheater auf dem Münsterplatz. Mit Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ wird im Sommer ein Klassiker gezeigt, der perfekt zur atmosphärischen Kulisse passt. Außerdem wird auch „Farm der Tiere“ diesen Frühsommer als Open-Air-Theater auf dem Münsterplatz gespielt. Auch die Clubs des Jungen Theaters Konstanz für Kinder bis zu Senioren werden weitergeführt.

Neu ist die Gründung eines STADTENSEMBLES, mit dem alle Theaterbegeisterten eingeladen sind, unter professionellen Rahmenbedingungen ein Stück für den Spielplan nach Horváths „Hin und Her“ zu erarbeiten. Neugierig darf man auch auf das Frauentheaterfestival „Let´s ally!“ sein.

„Kommen Sie! Schauen Sie! Lachen Sie! Diskutieren Sie! Mit uns! Jeden Tag aufs Neue!“, schreibt Intendantin Karin Becker. Mögen viele Besucher diese Einladung annehmen. Einmal Welt, bitte!

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