Laternliweg

Romantischer Spaziergang am Fuße des Säntis

85 Laternen beleuchten einen gewundenen Schneepfad auf der Schwägalp. Ein Abend mit dramatischem Sonnenuntergang, romantischen Momenten und dem perfekten Käsefondue als krönenden Abschluss.

Wir nehmen dich mit auf dieses Abenteuer und zeigen dir die Schöhnheit des Laternli Weges auf der Schwägalp.

„Die Atmosphäre auf dem Weg ist unvergleichbar und das Fondue ein wahrer Gaumenschmaus.“
Janina

In Serpentinen führt die Straße zur Talstation der Schwägalp hinauf. Knapp 80 Minuten dauerte die Fahrt von Konstanz. Grau und neblig war es dort. Hier, direkt vor dem majestätischen Säntis, mit seinem unverkennbaren Mast der Wetterstation, herrscht Kaiserwetter: strahlend blauer Himmel. Der glitzernde Schnee knirscht verlockend bei jedem Schritt.

Unweit des modernen Hotels fahren Kinder jauchzend Schlitten, während sich die Schwebebahn federleicht über die Köpfe in luftige Höhen schwingt.

 

Allmählich dämmert es. Im Westen kündigen zarte, rosafarbene Streifen den nahenden Sonnenuntergang an. Der perfekte Zeitpunkt für unsere kleine Wanderung entlang des Laternli-Fußweges. Seit mehr als zehn Jahren gibt es die touristische Lichter-Attraktion. Da ich erst frisch in die Region gezogen bin, ist es für mich ein besonderes Ereignis.

 

Rustikale Holzschilder weisen den Weg zum romantischen Pfad. Historische Petroleumlampen flackern in Abständen zwischen dem Grün der Tannen auf und zeigen uns die Richtung an, die wir einschlagen sollen. Es herrscht wohltuende Stille, Stadtlärm und Alltagsstress sind längst vergessen. Nur Gemurmel anderer Spaziergänger und Kindergelächter erfüllen die klirrende Luft. Wir genießen den Augenblick.

 

Der Laternli-Weg führt zwei Kilometer hinter dem Säntis Hotel (Säntis - das Hotel) über eine gewundene Strecke durch den Wald. Auf den Anhöhen ist der Ausblick fantastisch. Inzwischen ist die Nacht am Hereinbrechen. Die malerischen Schemen des Säntis, zu dessen Füßen wir durch den Schnee stapfen, sind in der Dämmerung nur noch zu erahnen.

 


Dafür bietet der Sonnenuntergang ein melodramatisches Spektakel: Kilometerweit scheint der Horizont in Feuer gehüllt. Sattes Pink wird von feinen Nuancen in Pastellfarben abgelöst und verläuft sich in die unendlichen Blautöne der klaren Nacht. Sterne funkeln am Firmament. Wir suchen den Großen Wagen und finden ihn.

 

Zeit für eine heiße Stärkung. Wir sind an der Punsch-Station an einer Baumgruppe angekommen. Hier wärmen sich die Laternli-Wanderer jeden Alters, bevor es weiter geht. Der Pfad führt bergab und Eltern müssen ihre dick eingepackten Kinder nun nicht mehr auf dem Schlitten ziehen. Rasant schlittern sie den festgetretenen Pfad bis zur nächsten Ebene hinab.

 

Die Laternen führen zwischen verschneiten Tannen hindurch, deren Äste sich über unseren Köpfen zu einem Tunnel schließen. Augenblicklich gehen wir langsamer in dieser romantischen Atmosphäre.

 

Der Lichter-Weg endet an einer Kreuzung. Rechts führt ein ebenfalls beleuchteter Pfad zum Gasthaus Passhöhe. Wir wandern zum Säntis Hotel (Säntis - das Hotel) zurück, schließlich wartet noch ein traditionelles Käsefondue auf uns. Doch, bevor es in das Restaurant geht, wärmen wir uns noch kurz in der Laternli-Bar auf.

 

Der Eingang ist von Lagerfeuern gesäumt, an dem sich Freunde des Schnees aufheizen. Die Tür führt in eine liebevoll, rustikal eingerichtete Holzhütte. Der würzige Duft nach Glühwein liegt beim Betreten in der Luft. Sägespäne liegt auf dem Boden und dämmt unseren beherzten Schritt. An den Wänden hängen Schneeschuhe von einst, darunter laden mit Fellen behängte Sitzbänke zum Verweilen ein. Wir gönnen uns einen Glühwein, der eindeutig frisch zubereitet wurde und kommen ins Gespräch mit einigen anderen Laternliwanderern, die regelmäßig die schöne Laternli Bar nach ihrem Spaziergang aufsuchen.

 

Schnell ist es Zeit, den Schauplatz wechseln. Wir haben einen Tisch in einem Zimmer abseits des großen Restaurants im Hotel reserviert. Gäste von jung bis alt haben bereits Platz genommen und warten auf das herzhafte Mahl. Wir bestellen bei der freundlichen Bedienung ein klassisches Käsefondue mit Weißwein. Als Appetitmacher wird frisches Landbrot und gute Appenzeller Butter gereicht. Alle Produkte der Küche entstammen lokalen Produzenten – und sind ein Genuss.

 

Das Käsefondue kommt auf einem Stövchen – hier auch als „Caquelon“ bekannt. Der Käse schlägt bereits Blasen und duftet verführerisch. Wir lassen uns das Fondue schmecken und kratzen sogar am Ende die Kruste vom Boden. Für mich ist es das erste originale Schweizer Fondue und übertrumpft jedes bisher Gekostete.

 

Gesättigt und von den Zehen bis in die Fingerspitzen glücklich und erschöpft geht es schließlich zurück in die Heimat nach Konstanz. Etwas wehmütig fällt mein Blick noch einmal aus dem Fenster. Das Hotel strahlt einladend in der Dunkelheit. Darüber thront in der sternklaren Nacht der Berg Säntis. Es war nicht das letzte Abenteuer am Säntis, da sind wir uns sicher.

Unser Fazit zum Laternli-Weg: Ein perfekter Abend für Verliebte und Familien. Wird am besten mit einem authentischen Fondue kulinarisch abgerundet.

Trennzeichen (Berge mit Wasser)

Fakten zum Laternli Weg auf der Schwägalp für dich

Wann findet es statt?

Mitte November bis 16. März 2019, jeweils Donnerstag - Samstag.
Am Freitag- und Samstagabend ist der Laternliweg bis hin zum Gasthaus Passhöhe beleuchtet.
Zwischen Weihnachten und Neujahr täglich geöffnet.

  • Gemütlicher Fondue-, Racletteplausch im Säntis – das Hotel.
    Tel. +41 71 365 66 00
  • Gemütlicher Fondue-, Racletteplausch im Gasthaus Passhöhe.
    Tel. +41 71 365 65 60
Säntis - Schwebebahn Schwägalp
9107 Urnäsch
Tel. +41 (0) 71 365 6565
Fax +41 (0) 71 365 6566
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