Naturschutzgebiete am Bodensee

Die sieben schönsten Naturschutzgebiete am Bodensee

Das milde Klima in der Vierländerregion schafft ein Paradies für hunderte Vogelarten, sie wird hierdurch auch zu einem der wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebiete für Zugvögel. Im gesamten Bodenseekreis wurden deshalb weite Flächen reserviert, um diesen Vogelarten Raum und Schutz zu gewähren.
Die Naturschutzgebiete sind aber auch Lebensraum für viele andere Tier- und Pflanzenarten - sie tragen wesentlich dazu bei, den Charakter und die Schönheit der Bodenseeelandschaft zu erhalten. Zu den Naturschutzgebieten der Region zählen unterschiedliche Biotope wie Uferbereiche des Bodensees, Flussmündungen, aber auch Moor- und Gebirgslandschaften oder Wälder.
Um die Einzigartigkeit dieser Naturlandschaften zu schützen, ist es wichtig, dass sich jeder an die dort vorgeschriebenen Regeln hält, wie beispielsweise Wege nicht zu verlassen oder keine Feuer zu entzünden. Am Bodensee wird der Schutz von Natur- und Wasserschutzgebieten großgeschrieben - ein Verstoß deshalb auch mit hohen Geldstrafen geahndet.

Wir zeigen dir, wo dich die schönsten Naturschutzgebiete der Region erwarten:

„Die Ruhe und Idylle, die man in einem Naturschutzgebiet hat, gibt es sonst nirgends.“
Julia

Das Rheindelta

Das Rheindelta verläuft vom südöstlichen Seeufer, der Dornbirner Ach bis zur Mündung des alten Rheins auf österreichischer Seite. Es umfasst etwa 2000 Hektar Flachwasser, Schilfröhrichte, Feuchtwiesen und Auwälder. Das Feuchtgebiet ist das Zuhause von über 300 Vogelarten, die dort überwintern und rasten, sowie zahlreicher Kleintiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.
Tolle Rad- und Wanderwege wie der Bodensee Radweg führen durch das Gebiet und lassen dich die einmalige Landschaft entdecken. Mit etwas Glück zeigt sich dir in den Dämmerstunden sogar ein Biber.

Tipp: Pack ein Fernglas ein, um die Vögel noch besser beobachten zu können.

Die Natur am Überlinger See

Um den Überlinger See reihen sich einige Naturschutzgebiete am Bodenseeufer.
Zum einen gibt es die Überwinterungs- und Brutplätze im Flachwasser des Seeufers von Bodman-Ludwigshafen. Zwischen Litzelstetten und der Insel Mainau triffst du auf das kleinere Naturschutzgebiet „Untere Güll“. Daneben befinden sich die Naturschutzgebiete am Ufer von Konstanz sowie zwischen Wallhausen und Litzelstetten.

Die Wasserburger Bucht

Das Naturschutzgebiet in Wasserburg besteht aus einem Uferstreifen am Bodensee, der je nach Wasserstand immer mal wieder überschwemmt wird. Daran grenzen ein Schilfgürtel und eine Feuchtwiese. Zwischen diesen verläuft ein Weg, den du entweder zu Fuß oder mit deinem Fahrrad betreten kannst.

Das Eriskircher Ried

Das Naturschutzgebiet bei Friedrichshafen lockt Besucher durch die tolle Landschaft, am Rande der Alpen, an. Viele seltene Pflanzen und Tiere leben in dem Gebiet, welches du beispielweise im Rahmen einer Radtour, wie der Kressbronner Umland-Tour, befahren kannst. Besonders während der Irisblüte von Mai bis Juni ist ein Ausflug dorthin empfehlenswert.

Die Halbinsel Mettnau

Die Halbinsel bei  Radolfzell ist großteils ein Naturschutzgebiet vorallem für Wasservögel sowie für verschiedene Pflanzenarten. Insbesondere Enten haben die Halbinsel als Brutzone für sich entdeckt. Auch zahlreiche Orchideenarten haben sich hier verbreitet. Bei einem Spaziergang auf der Insel wirst du also einiges zu entdecken haben.

Tipp: Im Naturfreundehaus in Radolfzell kannst du nicht nur super übernachten, sondern auch naturkundliche Exkursionen in das Naturschutzgebiet Mettnau und zum Mindelsee buchen.

Das Wollmatinger Ried

Das Naturschutzgebiet vom Seerhein über die Insel Reichenau bis nach Allensbach - Hegne wurde schon mehrfach für seinen Artenreichtum an Farn- und Blütenpflanzen ausgezeichnet. Aber auch an die 290 Vogelarten und seltene Kleintiere fühlen sich hier wohl. Du kannst das Gebiet entweder selbst auf dem Infopfad erkunden und so die Lebensräume der Bewohner kennenlernen oder an einer der geführte Touren teilnehmen.  Diese oder weitere Führungen, wie beispielsweise auch spezielle Kinderführungen, buchst du einfach direkt beim Naturschutzzentrum Wollmatinger Ried.

Der Mindelsee

Das Naturschutzgebiet um den Mindelsee ist ebenfalls als Vogelparadies bekannt und außerdem die Heimat seltener Pflanzen- und Tierarten. Du kannst den See entweder zu Fuß umrunden oder fährst bei der Radtour über den Bodanrück daran vorbei. Weil der Weg am Ufer oftmals sumpfig sein kann, solltest du auf jeden Fall geschlossene Schuhe anziehen.

Tipp: Es gibt eine kleine Stelle am Mindelsee, an der Baden erlaubt ist. Am nordwestlichen Ufer des Sees erreichst du die Badestelle über einen kleinen Steg und kannst dich abkühlen.
Ein echter Geheimtipp: Vom Wanderparkplatz in Möggingen aus sind es nur ca. 5 Minuten zu Fuß.

Trennzeichen (Berge mit Wasser)
Trennzeichen (Berge mit Wasser)