Ob beim Schwimmen, Stand-Up-Paddeln, Kajakfahren, Segeln oder einer Bootstour – der Bodensee bietet unzählige Möglichkeiten für einen Tag auf dem Wasser. Gleichzeitig ist er mit einer Fläche von über 500 km2 kein gewöhnlicher Badesee. Wind, Wetter und Wellengang können sich innerhalb kurzer Zeit verändern und werden von vielen unterschätzt. Wer einige grundlegende Sicherheitsregeln beachtet, schützt sich selbst und andere und kann den Aufenthalt am Bodensee unbeschwert genießen.
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Wetterbericht vor jeder Tour prüfen Bevor du schwimmen geht oder mit SUP, Kajak oder Boot aufs Wasser fährst, solltest du immer den aktuellen Wetterbericht prüfen. Gerade im Sommer können sich am Bodensee innerhalb kurzer Zeit Gewitter entwickeln. Starker Wind und hohe Wellen machen den Rückweg dann oft deutlich schwieriger als den Hinweg. Wer dunkle Wolken, Donner oder plötzlich auffrischenden Wind bemerkt, sollte das Wasser sofort verlassen.
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Sturmwarnsystem kennen Der Bodensee verfügt über ein eigenes Sturmwarnsystem. Rund um den See sind orangefarbene Warnleuchten installiert, die bei aufkommendem Starkwind oder Sturm aktiviert werden.
- 40 Blinkzeichen pro Minute bedeuten Starkwindwarnung (Windböen zwischen 25 und 33 Knoten bzw. Windstärke 6-7)
- 90 Blinkzeichen pro Minute bedeuten Sturmwarnung (Windböen ab 34 Knoten bzw. Windstärke 8)
Sobald eine Sturmwarnung aktiv ist, sollten Wassersportler umgehend einen Hafen oder das Ufer ansteuern und nicht mehr aufs Wasser hinausfahren. Diese Warnungen sind in der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung festgelegt.
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Nur an ausgewiesenen Badestellen schwimmen Nutze möglichst offizielle Badeplätze oder Strandbäder. In Hafeneinfahrten, an Schiffsanlegestellen oder in Fahrinnen ist das Baden verboten oder mit erheblichen Gefahren verbunden. Dort können Schiffe Badende oft erst sehr spät erkennen.
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Schiffsverkehr nicht unterschätzen Auf dem Bodensee verkehren täglich Fähren, Kursschiffe, Segelbote, Motorboote und zahlreiche Wassersportler. Besonders mit einem SUP oder Kajak solltest du ausreichend Abstand zu Fahrrinnen und Schiffsanlegestellen halten. Große Schiffe können weder schnell bremsen noch kurzfristig ausweichen.
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Schwimmweste tragen Beim Stand-Up-Paddeln, Kajakfahren oder Bootfahren empfiehlt sich das Tragen einer passenden Rettungs- oder Schwimmweste – auch wenn du gut schwimmen kannst. Wind, kaltes Wasser oder Erschöpfung können dazu führen, dass selbst erfahrene Wassersportler in Schwierigkeiten geraten.
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Nicht zu weit vom Ufer entfernen Der Bodensee wirkt vom Ufer oft kleiner, als er tatsächlich ist. Entfernungen werden leicht unterschätzt. Besonders beim Schwimmen oder Stand-Up-Paddeln solltest du nur so weit hinausfahren, dass du jederzeit sicher zurückkehren kannst. Wind und Strömung können den Rückweg deutlich anstrengender machen.
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Kinder immer beaufsichtigen Kinder sollen sich am Wasser niemals unbeaufsichtigt aufhalten – auch nicht im flachen Bereich. Schwimmflügel oder aufblasbare Schwimmtiere bieten keinen zuverlässigen Schutz vor dem Ertrinken und ersetzen keine Aufsicht durch Erwachsene. Die DLRG empfiehlt, Kinder jederzeit in Griffnähe zu behalten.
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Nicht mit vollem Magen oder nach Alkohol ins Wasser Direkt nach einer großen Mahlzeit oder unter Alkoholeinfluss solltest du nicht schwimmen oder Wassersport betreiben. Alkohol beeinträchtigt Reaktionsvermögen und Gleichgewicht erheblich und gehört zu den häufigsten Risikofaktoren bei Badeunfällen.
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Langsam ins Wasser gehen Gerade an heißen Sommertagen sollte sich der Körper zunächst langsam an die Wassertemperatur gewöhnen. Eine kurze Abkühlung von Armen, Beinen und Oberkörper hilft, den Kreislauf auf das kalte Wasser vorzubereiten und das Risiko eines Kälteschocks zu reduzieren.
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Rücksicht auf Natur und andere nehmen Der Bodensee ist Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Schilfgürtel und Naturschutzgebiete sollten nicht befahren oder betreten werden. Außerdem gilt: Müll wieder mitnehmen, Lärm vermeiden und auf andere Badegäste sowie Wassersportler Rücksicht nehmen.
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Im Notfall richtig handeln Kommt es zu einem Notfall, bewahre Ruhe und alarmiere sofort den Rettungsdienst über den europaweiten Notruf 112. Verlasse dich nicht darauf, dass andere den Notruf bereits gewählt haben. Wenn möglich, gib deinen genauen Standort an und bleibe bei der betroffenen Person, bis Hilfe eintrifft.
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Sicher den Bodensee genießen Mit etwas Vorbereitung und gesundem Menschenverstand lässt sich der Bodensee sicher erleben. Wer Wetterwarnungen ernst nimmt, die Schifffahrtsregeln beachtet und seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt, schafft die besten Voraussetzungen für einen entspannten Tag auf und am Wasser – egal ob beim Baden, Bootfahren, SUP oder Segeln.








































































































